Queere Wortkunst, die die Vielfalt der Liebe und der Lebensweisen hinter dem Kürzel LSBTIQA+ sichtbar macht, das ist „Pride-Poesie“:

bis zu 22 Lyrikvideos und eine Anthologie, die wir ab September 2021 im Netz vorstellen werden.

Dichter*innen, die uns mit ihrer Poesie einen Einblick in schwule, lesbische, bisexuelle, transgender, inter- und asexuelle wie auch queere Liebes- und Lebenswelten geben, haben eine lange, reiche Tradition. Sind sie in vielen Teilen der Welt Teil des kulturellen Erbes, ob bei Rumi oder Rimbaud, Sarmad Kashani oder Sappho, Kaiser Jianwen von Liang oder Audrey Lorde.

Mit „Pride-Poesie“ wollen wir das Gedicht, die literarisch freiste, prägnanteste Ausdrucksform, aus seinem Schattendasein zwischen allgegenwärtigen Kunstformen wie Popmusik und Kinofilm herausheben, in ein modernes Gewand hüllen und queeren, deutschsprachigen Wortkünstler*innen eine leicht zugängliche Plattform für ihre Kunst bieten: das Lyrikvideo.

Stichwortgeber unseres Lyrikvideo-Wettbewerb ist der „Pride“, in Deutschland oft auch Christopher Street Days oder kurz CSDs genannt. Dieser erinnert an den signalgebenden Aufstand von homosexuellen, transgender und queeren Menschen gegen Polizeiwillkür im New Yorker Stonewall im Jahre 1969. Ihr Wunsch war ein selbstbestimmtes, freies Leben.

Diese Bewegungen gehen in Europa bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts, sogar bis ins 19. Jahrhundert zurück. In Deutschland war der bekannte Aktivist Magnus Hirschfeld nicht der erste, der sich dafür einsetzte. Diese Entwicklungen fanden immer auch ihren Ausdruck in Kunst und Kultur, vor allem der Literatur, so auch der Lyrik.

Die „Prides“ sind heutzutage nicht nur Demonstrationen für die vollständige rechtliche wie soziale Gleichstellung, sie sind immer mehr auch Kundgebungen von positiven, selbstbewussten LSBTIQA-Lebensentwürfen mit vielfältigen Kunst- und Kultur-Veranstaltungen (Partys, Lesungen, Filmvorführungen, Diskussionen etc.). Im vergangenen Jahr fielen diese fast vollständig aus und sind auch in diesem Jahr weiterhin stark eingeschränkt, obwohl viele CSDs nun wieder stattfinden.

Deshalb wollen wir die Pride-Saison online mit mehr Kultur und mehr Abwechslung füllen: der „Pride-Poesie“.

Der Lyrikvideo-Wettbewerb wird zu den CSDs, die in diesem Jahr bis in den Herbst stattfinden, sowohl Lyrikvideos veröffentlichen als auch eine Anthologie herausbringen.

Dazu sind alle Dichter*innen und Spoken-Word-Künstler*innen aufgerufen, Werke mit queeren Perspektiven einzureichen, die sie als Lyrikvideo ausgestalten und mit der Welt teilen möchten. Die bewegendsten, überzeugendsten Konzepte werden die Poet*innen im Rahmen von „Pride-Poesie“ mit einem Preisgeld umsetzen.

Ab September werden wir die entstandenen Werke frei zugänglich im Netz sowie in einer kostenlosen PDF-Anthologie vorstellen.

Bevor Sie Ihre Bewerbung einreichen, lesen Sie bitte alle Informationen über die Ausschreibung, die Fristen und Anforderungen.

Alle Vorhaben stehen weiterhin unter dem Vorbehalt von möglichen neuen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

Aufruf zum Wettbewerb hier

Alles zur Ausschreibung zum Lyrikvideo Wettbewerb Pride-Poesie findest du in unserem Aufruf. Fragen: kontaktiere uns unter lyrik@neue-medien.one .

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Falls du lieber ihre Unterlagen eigenhändig senden wollen, bitte Symbol-/Portraitbild, Videokonzept und Lyriktext an lyrik@neue-medien.one senden.

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